Wirksam & Unverzichtbar – Die Offene Kinder- und Jugendarbeit
Junge Menschen brauchen Orte, die ihnen gehören. Orte, an denen sie nicht funktionieren müssen, sondern sich ausprobieren können.
Orte, an denen sie ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft erleben. Diese Orte gibt es durch die Offene Kinder- und Jugendarbeit.
Hier wird Beteiligung nicht erklärt, sondern gelebt. Hier entstehen tragfähige Beziehungen. Hier erleben junge Menschen Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen.
Aber diese Orte sind bedroht.
Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) ist ein wesentliches Element der Jugendförderung und als gesetzlich verankerte Pflichtaufgabe der Kinder- und Jugendhilfe von den Kommunen sicherzustellen. Ihre Angebote gehen konsequent von den Interessen und Bedürfnissen junger Menschen aus – und werden von ihnen aktiv mitgestaltet und mitentschieden. Das Jugendzentrum ist dabei mehr als ein Gebäude. Es ist ein sozialer Knotenpunkt, ein Lernort für Demokratie und ein Schutz- und Erprobungsraum.
Miteinander entwickeln junge Menschen Perspektiven und Verantwortung für sich und andere. Damit ist das Jugendzentrum ein zentraler Ort in einem lebendigen, empowernden Sozialraum – und eine grundlegende Voraussetzung für eine demokratische Gesellschaft. Wenn diese Orte geschwächt oder umfunktioniert werden, verlieren sie genau diese Funktion. Offene Kinder- und Jugendarbeit darf deshalb nicht zur Lückenfüllerin anderer Systeme werden. Ihre Stärke liegt in ihrem eigenen Profil und Auftrag.
Weder Schule, noch Ganztag noch andere sozialpädagogische Angebote können diese wertvolle Arbeit ersetzen.
OKJA!
Gut für heute.
Wichtig für morgen.
OKJA!
Gut für heute.
Wichtig für morgen.
OKJA ist mehr als ein freiwilliges Angebot – sie gehört zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Sie stellt sicher, dass junge Menschen Räume haben, in denen sie sich frei entfalten, mitgestalten und Unterstützung finden können.
Die Investition in OKJA wirkt weit über den Moment hinaus: Hier lernen Kinder und Jugendliche wichtige Fähigkeiten fürs Leben – Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit, Konfliktlösung und Verantwortungsbewusstsein. Sie erfahren, dass ihre Meinung zählt und sie ihre Umgebung aktiv mitgestalten können. Das stärkt nicht nur den einzelnen Menschen, sondern fördert auch gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe.
Gleichzeitig wirkt OKJA präventiv: Sie hilft, Probleme frühzeitig aufzufangen, bevor sie größer werden – sei es soziale Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit oder Konflikte. Das spart langfristig Kosten und schafft bessere Chancen für alle.
Wer heute in OKJA investiert, legt damit den Grundstein für eine starke, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft von morgen.
Was OKJA bewirkt
Was wir geben
- Verlässliche pädagogische Beziehung und Zuwendung unabhängig vom Einkommen oder sozialen Status der Familie
- Zeit, Zuwendung und Anerkennung – ohne Vorbedingungen
- Unterstützung in Krisen im Alltag
- Kooperation und Austausch mit Familien auf Augenhöhe
Was sich bei jungen Menschen verändern kann
- Junge Menschen machen Bindungserfahrungen
- Sie entwickeln Vertrauen in sich und andere
- Sie trauen sich, Hilfe anzunehmen und eigene Themen zu benennen
- Sie gehen selbstbewusster mit Herausforderungen um
Was alle gewinnen
- Krisen werden früh aufgefangen, bevor sie eskalieren
- Stabilere Bildungs- und Lebenswege junger Menschen
- Entlastung für Schule und Jugendhilfe
- Familien erhalten eine verlässliche Kooperationspartner*innen in der Erziehung
- Junge Menschen aus einkommensbenachteiligten Familien erhalten dieselbe Aufmerksamkeit und Förderung wie alle anderen
Was wir brauchen, um wirksam zu sein
- Ein Fachkräfteprinzip und ausreichend Studienmöglichkeiten für Fachkräfte
- Gutes Onboarding für neue Mitarbeitende
- Träger, die auch berufliche Weiterentwicklung ermöglichen, zum Beispiel Coaching, Supervision und Fortbildung
- Guter Personalschlüssel / ausreichend Fachkräfte pro Einrichtung
- Geringe Fluktuation, damit Beziehungskontinuität möglich ist
Was wir noch erreichen wollen
Jeder junge Mensch im Sozialraum hat eine erwachsene Vertrauensperson.
O-Ton: Beziehung zur Fachkraft
Transkript folgt
Studie/Stellungnahme: Position Fachkräfte
Was wir geben
- Räume für Begegnung, in denen Gruppenprozesse ermöglicht werden
- Einen Ort, an dem Herkunft, Kleidung oder Geld keine Eintrittskarte sind
- Moderation und Begleitung von Konflikten
- Geschützten Rahmen, in dem Konflikte ohne dauerhafte Konsequenzen ausprobiert werden können
- Beteiligung und Aushandlungsprozesse ermöglichen
Was sich bei jungen Menschen verändern kann
- Jungen Menschen wird Perspektivwechsel ermöglicht
- Sie erleben Zugehörigkeit unabhängig von finanziellen Möglichkeiten
- Sie lernen ihre eigenen Positionen zu vertreten und Kompromisse einzugehen
- Sie werden gesehen und ihre Meinung gehört, dadurch fühlen sie sich zugehörig
- Sie lernen den Umgang mit Vielfalt und unterschiedlichen Lebenswelten, Herkünften und Meinungen
- Sie lernen, wie demokratische Aushandlungsprozesse und Mitbestimmung funktionieren
Was alle gewinnen
- Mehr soziale Verständigung wird möglich
- Ausgrenzung wird abgebaut
- Demokratische Prozesse werden gelebt und dadurch abgesichert
Was wir brauchen, um wirksam zu sein
- Offenheit und räumliche Beweglichkeit ohne durchgetaktete Lernlogiken
- Unverzweckte Zeit
- Räume, die bewusst für informelle Begegnung und Gruppenprozesse gestaltet sind
- Fachkräfte mit Kompetenzen in Konfliktmoderation und Beteiligungsmethoden
Was wir noch erreichen wollen
Jeder junge Mensch im Sozialraum kann Aushandlung, Kompromiss und Zugehörigkeit in der Gruppe in seiner*ihrer Freizeit erleben.
O-Ton: Peerbeziehung und Aushandlung
Transkript folgt
Was wir geben
- Die Möglichkeit sich und Neues auszuprobieren in Musik, Tanz, Medien, Spiel, Sport, Werkstatt, Kochen und weiteren kreativen Ausdrucksmöglichkeiten.
- Kostenfreie oder kostengünstige Angebote ohne Voraussetzung von eigenem Equipment oder Vorwissen
- Offene Formate, die auch eine spontane Teilnahme ermöglichen
- Lebensweltbezug zu Themen und Trends junger Menschen
Was sich bei jungen Menschen verändern kann
- Junge Menschen lernen neue Formate und Möglichkeiten sich auszudrücken
- Sie entdecken eigene Interessen und Talente, die über die OKJA hinaus wirken
- Sie bauen Stress ab
- Sie machen Selbstwirksamkeitserfahrungen
- Sie entwickeln einen reflektierten und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien
Was alle gewinnen
- Gesundheit wird gefördert
- Niedrigschwellige Teilhabe und kulturelle Vielfalt wird ermöglicht – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern
- Digitale Teilhabe wird unabhängig vom Elternhaus ermöglicht
- Kultur- und Sportvereine gewinnen Nachwuchs, lokale kulturelle Strukturen werden gestärkt
- Familiensysteme werden entlastet
Was wir brauchen, um wirksam zu sein
- Kooperationen mit Kultur-, Sport- und Medieneinrichtungen
- Vielfalt an Fachkräften mit unterschiedlichen kreativen/methodischen Kompetenzen
- Ausreichend finanzielle Ressourcen für Materialien und ggf. Kursleitungen
- Adäquate verlässlich zur Verfügung stehende Räumlichkeiten
- Anerkennung der kreativen Selbstbildung als Bildungsziel
Was wir noch erreichen wollen
Jeder junge Mensch im Sozialraum hat den Zugang zu kreativen Ausdrucksmöglichkeiten.
O-Ton: Kreative Angebote und Entlastung
Transkript folgt
Was wir geben
- Das Jugendzentrum als Treffpunkt und Schutzraum -exklusiv für junge Menschen
- Frei nutzbare Räume, die zur Selbstaneignung einladen
- Einen Ort, der unabhängig von Geschlecht, Behinderung, sozialer oder kultureller Herkunft zugänglich ist
- Verlässliche Strukturen
- Einen Ort, an dem man sich aufhalten darf, ohne etwas kaufen oder konsumieren zu müssen
Was sich bei jungen Menschen verändern kann
- Der Raum bietet ein Zuhause-Gefühl mit Wärme und Gemeinschaft, das Einsamkeit vorbeugt.
- Junge Menschen erfahren Zugehörigkeit und ein Gefühl von „Das ist mein Raum“
- Sie erhalten Orientierung, Sicherheit und Schutz
- Sie erleben sich als selbstbewusst und selbstwirksam, weil sie den Raum mitgestalten und selbst bestimmen können.
- Sie erhalten einen Ort, an dem sie „einfach sein dürfen, wie sie sind“ – das stabilisiert die Persönlichkeit und stärkt die Resilienz.
Was alle gewinnen
- Die Jugend erhält einen Platz in öffentlichen Räumen - diese bleiben dadurch jung
- Quartiere werden lebendig
- Junge Menschen ohne finanzielle Mittel erhalten einen gleichwertigen Platz im öffentlichen Raum
- Teilhabe wird räumlich erfahrbar
- Junge Menschen übernehmen Verantwortung für öffentliches Eigentum und ihren Sozialraum
Was wir brauchen, um wirksam zu sein
- Langfristige Raum- bzw. Mietsicherheit (keine befristeten Provisorien),(finanzielle) Ressourcen für Träger, deren Räume im eigenen Besitz sind
- Mitbestimmung junger Menschen bei Gestaltung und Nutzung der Räume
- Budget für Instandhaltung und Ausstattung
- Aneignungsfähige und gut ausgestattete Räume
Was wir noch erreichen wollen
Jeder junge Mensch im Sozialraum hat den Zugang zu einem Jugendzentrum.
O-Ton: Jugendarbeit als eigener Raum
Transkript folgt
Was wir geben
- Jugendarbeit ermöglicht echte Entscheidungsspielräume und offene Prozesse
- Durch Projektverantwortung und unterschiedliche Beteiligungsformate erhalten junge Menschen echte Einflussmöglichkeiten
- Niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten, die keine finanziellen, sprachlichen oder bildungsbezogenen Voraussetzungen verlangen
- Konkrete Beteiligungsstrukturen wie Jugendräte, Projektbudgets oder Jugendhausparlamente -bis hin zur Beteiligung in Trägervereinen
Was sich bei jungen Menschen verändern kann
- Junge Menschen machen Selbstwirksamkeitserfahrungen
- Sie übernehmen Verantwortung und merken, dass sie eine Stimme haben, die gehört wird
- Sie lernen, wie Beteiligung funktioniert
- Ihre demokratischen Kompetenzen werden gestärkt
Was alle gewinnen
- Demokratische Kultur wird erlebbar und politische Bildung im Alltag gestärkt
- Die Motivation zur Beteiligung in Kommune und Stadtteil steigt
- Radikalisierung und Extremismus wird vorgebeugt, weil junge Menschen demokratische Teilhabe konkret erleben und umsetzen
- Demokratische Teilhabe wird nicht zum Privileg von wohlhabenden Familien mit Zugang zur Bildung
- Kommunen gewinnen engagierten Nachwuchs für Ehrenamt und politische Mitgestaltung.
Was wir brauchen, um wirksam zu sein
- Beteiligung darf nicht als Methode, sondern als Strukturprinzip gesehen werden
- OKJA muss dauerhaft finanziell und auskömmlich abgesichert werden
- Verbindliche, dauerhafte Beteiligungsformate/-gremien statt Einzelprojekte
- Fachkräfte mit Moderations- und Beteiligungskompetenz
- Politische Anerkennung und Ernstnehmen von Jugendbeteiligung auf kommunaler Ebene
Was wir noch erreichen wollen
Jeder junge Mensch im Sozialraum konnte sich im Laufe seines*ihres Aufwachsens mehrfach in Mitbestimmungsprozesse einbringen.
O-Ton: Beteiligung und Selbstwirksamkeit
Transkript folgt
Was wir geben
- Fachkräfte sind verlässliche Ansprechpersonen
- Junge Menschen werden begleitet und erhalten Orientierung
- Unterstützung in Übergängen unabhängig davon, ob die Familie sich Nachhilfe, Beratung oder andere kostenpflichtige Angebote leisten kann
- Niedrigschwellige Unterstützung bei Krisen
- Schutzkonzepte für die Schaffung safer spaces
- Vernetzung mit anderen Hilfesystemen wie Schulsozialarbeit, Jugendhilfe und Berufsberatung
- Präventive Angebote gegen Gewalt, Sucht und Ausgrenzung
Was sich bei jungen Menschen verändern kann
- Junge Menschen werden stabilisiert
- Sie haben einen sicheren Ort mit erwachsenen Vertrauenspersonen, an die sie sich wenden können
- Sie erfahren Entlastung und erhalten Orientierung in Übergängen
Was alle gewinnen
- Frühzeitige Stabilisierung senkt Folgekosten
- Übergänge z.B. von der Schule in den Beruf gelingen besser
- Bildungs-, und Hilfesysteme arbeiten anschlussfähiger
- Bildungs- und Armutsbenachteiligung kann abgefedert werden, bevor sie sich verfestigt
Was wir brauchen, um wirksam zu sein
- OKJA muss als wichtige Ressource in schwierigen Lebensphasen systematisch anerkannt werden
- Verlässliche, langfristig angelegte Finanzierung statt kurzfristiger Projektförderung, damit stabile Beziehungen entstehen können
- Multiprofessionelle Vernetzung mit Schule, Jugendhilfe und Übergangsmanagement
- Fachkräfte mit Zeit und Handlungsspielraum für Krisenintervention
- Schutzkonzepte, die verbindlich umgesetzt und regelmäßig weiterentwickelt werden
Was wir noch erreichen wollen
Jeder junge Mensch im Sozialraum hat in kritischen Lebensphasen und Übergängen einen sicheren Anlaufpunkt und eine verlässliche Bezugsperson.
O-Ton: Schutz, Stabilisierung und Übergänge
Transkript folgt
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist eine wertvolle Investition in eine demokratische, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft – und weit mehr als eine bloße Leistung. Damit das so bleibt, braucht es klare politische Entscheidungen:
Unsere Forderungen
Jugendzentren, Jugendhäuser und Offene Türen sind soziale Knotenpunkte im Sozialraum: Lernorte für Demokratie, Schutz- und Erprobungsräume. Diese Orte müssen erhalten, gestärkt und weiterentwickelt werden – statt umgenutzt oder zur Lückenfüllerin anderer Systeme gemacht zu werden.
Die OKJA ist ein eigenständiges Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe – mit eigener Fachlichkeit, eigenen Zielen und Methoden. Sie ist keine Verlängerung von Schule oder Ganztag. Diese Eigenständigkeit muss in Programmen, Erlassen und Förderlogiken klar abgesichert sein.
Offene Kinder- und Jugendarbeit braucht Fachkräfte. Qualität entsteht durch klare Aufgabenprofile. Dafür braucht es gute Arbeitsbedingungen, verlässliche Stellen und Zeit für Beziehungsarbeit.
Jugendhilfeausschüsse und kommunale Politik müssen die Bedeutung der OKJA anerkennen und in Beschlüssen, Planungen und Budgets sichtbar absichern.
Wirksame OKJA braucht Planungssicherheit: auskömmliche, dynamisierte Förderung statt befristeter Projektlogik – in den Kommunen und beim Land. Der Kinder- und Jugendförderplan NRW muss verlässlich erhalten bleiben.
Wirksam & Unverzichtbar ist kein Slogan. Es ist ein politischer Auftrag.
Was wirkt?
Stimmen aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Vielen Besuchenden wird der Wert und die Bedeutung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit für ihren Lebensweg erst Jahre später bewusst.
An dieser Stelle erzählen sie über Audiogramme ihre persönlichen Geschichten aus ihrem Jugendzentrum, Jugendhaus oder ihrer Offenen Tür. Sie berichten davon, was sie in der OKJA erlebt haben, welche Menschen sie geprägt haben und welche Erfahrungen sie bis heute begleiten.
AWO Essen Schonnebeck
Transkript folgt
CARITAS Hillerheide
Transkript folgt
Saskia
JUTU Ratingen
Transkript folgt
Aref
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Adam
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Chantal
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Lisa
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Maya
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Marvin
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Nadine
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Saskia
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Suba
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Stimme aus dem JuFo St. Gertrud
JuFo St. Gertrud
Transkript folgt
Li
KuJa Ratingen
Transkript folgt
Nina
KuJa Ratingen
Transkript folgt
Joele
NETTE
Transkript folgt
Justin
NETTE
Transkript folgt
Melody
NETTE
Transkript folgt
Smirnov
NETTE
Transkript folgt
Yasemin
NETTE
Transkript folgt
Lass mal was starten!
Du fragst dich vielleicht, wie du zentrale Themen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) spielerisch, verständlich und überzeugend vermitteln kannst. Wir haben kreative Aktionen und Veranstaltungsformate rund um die Schwerpunkte Dialog, Beteiligung und Sichtbarkeit für die Öffentlichkeitsarbeit entwickelt, die du zusätzlich zu den verschiedenen Präsentationen nutzen kannst, um Wissen zu teilen und Praxis erlebbar zu machen.
Rathaus-Aktion „45 Minuten OKJA"
Die Veranstaltung findet direkt vor oder im Rathaus statt, idealerweise mit Bildschirm, Sitzgelegenheiten und...
Kommunaler Dialogabend/-morgen/-frühstück
Politisches Format für Bürgermeister*in, Fraktionen, Verwaltung, Jugendhilfeausschuss und Träger. Ein fachlich...
Öffentliche Pop-up-Aktion „OKJA geht raus"
Verlegen der Einrichtung in den Sozialraum: Fußgängerzone, Marktplatz, Rathausvorplatz, Schulhof oder Stadttei...
Tag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (Tag der OKJA)
Bundesweiter Aktionstag, an dem Einrichtungen ihre Arbeit sichtbar machen. Je nach Möglichkeiten können Mitmac...
Lange Nacht der OKJA
Mehrere Einrichtungen öffnen gleichzeitig bis in die Abendstunden und schaffen mit besonderen Angeboten, Musik...
Kurzinterview
Gespräch mit Fachkraft, junger Person, Politiker*in etc. zu einem bestimmten Thema.
Rundgang durch die Einrichtung
Jugendliche zeigen ihre Einrichtung, welche Orte ihnen wichtig sind, was sie am liebsten machen, wo besondere...
Fotoausstellung
Fotos, die beispielhaften Einblick in den Alltag der OKJA geben – auch im öffentlichen Raum z.B. auf dem Markt...
Videoeinspieler
Audiogramme oder Kurzfilme zeigen (nutzbar sind die Audiogramme der AGOT-NRW Aktionshomepage oder der Film der...
„OKJA in Geschichten"
Storytelling: Menschen erzählen, die selbst eine Vergangenheit in der OKJA haben, wie z.B. „Das ist dank OKJA...
Moderierte Gesprächsrunde
Austausch zur Zukunft der OKJA anhand von Leitfragen mit jungen Menschen, Fachkräften und weiteren Menschen au...
Gemeinsames Essen
Ermöglicht den informellen Austausch auch zwischen jungen Menschen und Politik und Verwaltung.
Große Spielhäuser aus Pappe
Können bemalt, beklebt und gestaltet werden durch Kinder und Jugendliche z.B. unter dem Motto „Unser Jugendhau...
Necessaires gestalten
Bemalen und gestalten (Necessaire = Beutel zum Aufbewahren wichtiger Dinge – und wichtig = OKJA).
Eine Einrichtung aus Bausteinen bauen
Mit einem Bausatz können Kinder und Jugendliche eine Jugendeinrichtung bauen. Diese kann individuell gestaltet...
Buttons
Messages als vorbereitete Vorlagen zum Bemalen oder Beschriften gestalten.
Stoffbeutel gestalten
Stoffbeutel bemalen oder bedrucken mit unterschiedlichen Techniken (Siebdruck, Linoldruck, Kartoffeldruck etc....
T-Shirts bemalen/bedrucken
Kampagnenshirts herstellen / Shirts mit Messages.
Gesellschaftspuzzle
Ein riesiges Puzzle aus Pappe. Jedes Puzzleteil steht für einen Bereich: Demokratie, Bildung, Inklusion, Kultu...
Graffiti-/Schriftbanner
Gemeinsam Banner mit Message gestalten, das zu verschiedenen Gelegenheiten genutzt werden kann.
Kreativwerkstatt
Perlen, Sticker, Siebdruck etc.
Holzherzen gestalten
Holzherzen mit persönlichen Botschaften oder Werten gestalten.
Ausmalbilder zur OKJA-Kampagne
Ausmalbilder zur OKJA-Kampagne „wirksam und unverzichtbar" – zum Download auf der Aktionshomepage der AGOT-NRW...
Statement-Wand
Botschaften sammeln, die am Ende der Veranstaltung an die Politik übergeben werden.
„Sag's deiner Stadt"
Eine Audio-/Videostation nimmt Botschaften an Politiker*innen auf.
Postkarten an die Politik
Wünsche/Botschaften an Politiker*innen formulieren.
Fotobox/Fotostation
Fotos von sich machen lassen mit vorbereiteten Statements (z.B. auf Schilder, die hochgehalten werden), die an...
Kooperationswand
Statements von Unterstützer*innen sichtbar machen: Wer unterstützt OKJA schon heute in der Kommune?
Kommunen-Check
Übersichtskarte mit Orten für junge Menschen zur Sichtbarmachung: Was haben wir vor Ort? Was fehlt? Was würde...
Sofa-, Lounge- und Snackbereich aufbauen
Gemütliche Atmosphäre für Austausch und informelle Gespräche schaffen – auch an ungewöhnlichen Orten im öffent...
Schätzspiel
Z.B. im öffentlichen Raum: Passant*innen schätzen Zahlen rund um die OKJA.
Glücksrad
Fragen zur OKJA im öffentlichen Raum spielerisch vermitteln mit kleinen Gewinnen.
Kickerturnier
Niedrigschwelliges Mitmachangebot, auch für informelle Kontakte/Gespräche.
Spiel- und Sportangebote
Mitmachangebote zum Spaß haben und informelle Kontakte.
Poetry Slam / Rap / Performance
Kreative Beiträge schreiben z.B. auch mit Botschaft an die Politiker*innen.
Kaffee gegen Gespräch
Möglichkeit für niedrigschwellige Gespräche z.B. mit Fragen, die gezogen werden.
Popcorn-Aktion
Kostenloses Popcorn mit Kampagnenbotschaften auf der Tüte verteilen.
Gemischte Tüte
Kostenlos Süßigkeiten mit Kampagnenbotschaften auf der Tüte verteilen.
Waffelstand
Kostenlose Waffeln, um ins Gespräch zu kommen und Informationsmaterial mitzugeben.
Roll-Up oder Beachflags
Für Infostände und Veranstaltungen mit Botschaften zum Sichtbarmachen.
QR-Code-Aufsteller
Mit Link zur Homepage, Social-Media-Seite oder zur Aktionshomepage.
Sticker
Mit Botschaften als Give-aways.
Bierdeckel
Bierdeckel mit Fakten oder Botschaften zur OKJA.
Lesezeichen
Lesezeichen mit Zitaten oder Fakten zur OKJA als Give-away.
Samenpapier herstellen (lassen)
Message z.B. „Jugendarbeit lässt Zukunft wachsen".
Mini-Fidget (3D-Druck)
Als Give-away.
„Was wäre ohne OKJA?"
Installation im öffentlichen Raum oder der Jugendeinrichtung z.B. mit Absperrband, leeren Stühlen oder Ähnlich...
Domino-Spiel
„Was, wenn Jugendarbeit wegfällt…?" – als spielerische Installation.
Social-Media-Liveformat
Reels und Clips für Social Media erstellen, die auch von anderen Jugendeinrichtungen geteilt werden können.
„Zukunft braucht Fundamente"
Große Bausteine aus Karton, beschriftet mit Worten z.B. Demokratie, Teilhabe, Integration, Bildung, Prävention...
Rathaus-Aktion „45 Minuten OKJA"
Die Veranstaltung findet direkt vor oder im Rathaus statt, idealerweise mit Bildschirm, Sitzgelegenheiten und einer kleinen Aktionsfläche. Gezielte Einladung von Entscheider*innen aus der Kommune.
So geht's
- 110 Minuten Ankommen, Musik, Infostand, Jugendteam begrüßt Gäste
- 245 Minuten OKJA-Präsentation
- 310 bis 15 Minuten Kurzinterview mit Fachkraft, junger Person und kommunaler Entscheider*in
- 4Danach: offener Austausch bei Getränken und Snacks
Material dazu
Kommunaler Dialogabend/-morgen/-frühstück
Politisches Format für Bürgermeister*in, Fraktionen, Verwaltung, Jugendhilfeausschuss und Träger. Ein fachlicher Impuls im Jugendhaus wird mit einem kleinen Rundgang oder einer Kurzpräsentation von Jugendlichen kombiniert.
So geht's
- 1Jugendliche als Gastgeber*innen. Sie begrüßen, führen durch die Einrichtung und erklären, warum die OKJA wichtig ist
- 2Empfang mit Einblicken aus der Praxis, z.B. Fotoausstellung oder Videoeinspielern
- 345 Minuten OKJA-Präsentation
- 4Moderierte Gesprächsrunde: „Was brauchen wir/junge Menschen/unser Jugendhaus in unserer Kommune bis 2030?"
- 5Abschluss mit konkreter Vereinbarung oder nächstem Schritt.
Öffentliche Pop-up-Aktion „OKJA geht raus"
Verlegen der Einrichtung in den Sozialraum: Fußgängerzone, Marktplatz, Rathausvorplatz, Schulhof oder Stadtteilfest.
So geht's
- 1Offenen Treff draußen aufbauen
- 245 Minuten OKJA-Präsentation
- 3Mitmachangebote parallel für junge Menschen und Passant*innen
- 4Kurze Talkrunde mit Fachkräften und Jugendlichen
Tag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (Tag der OKJA)
Bundesweiter Aktionstag, an dem Einrichtungen ihre Arbeit sichtbar machen. Je nach Möglichkeiten können Mitmachaktionen, Infostände, Bühnenprogramm, Führungen oder Aktionen im öffentlichen Raum angeboten werden.
So geht's
- 1Die 45-Minuten-Präsentation bildet einen Programmpunkt und richtet sich gezielt an Politik, Verwaltung, Kooperationspartner*innen und interessierte Bürger*innen.
Lange Nacht der OKJA
Mehrere Einrichtungen öffnen gleichzeitig bis in die Abendstunden und schaffen mit besonderen Angeboten, Musik, Führungen, Ausstellungen oder Aktionen eine besondere Atmosphäre. Die gemeinsame Durchführung erhöht die öffentliche Wahrnehmung und bietet einen Anlass für Presse- und Social-Media-Berichterstattung. Auch möglich als gemeinsame Veranstaltung im öffentlichen Raum, z.B. vor dem Rathaus.
So geht's
- 1Die 45-Minuten-Präsentation wird zu einer festen Uhrzeit an allen Orten gleichzeitig angeboten und durch Begegnung, Gespräche und Mitmachangebote ergänzt. Sie eignet sich besonders für eingeladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Rundgang durch die Einrichtung
Jugendliche zeigen ihre Einrichtung, welche Orte ihnen wichtig sind, was sie am liebsten machen, wo besondere Dinge entstehen etc.
Fotoausstellung
Fotos, die beispielhaften Einblick in den Alltag der OKJA geben – auch im öffentlichen Raum z.B. auf dem Marktplatz an einer Wäscheleine hängend.
Videoeinspieler
Audiogramme oder Kurzfilme zeigen (nutzbar sind die Audiogramme der AGOT-NRW Aktionshomepage oder der Film der BAG OKJA).
„OKJA in Geschichten"
Storytelling: Menschen erzählen, die selbst eine Vergangenheit in der OKJA haben, wie z.B. „Das ist dank OKJA aus mir geworden…".
Moderierte Gesprächsrunde
Austausch zur Zukunft der OKJA anhand von Leitfragen mit jungen Menschen, Fachkräften und weiteren Menschen aus Kommune, Sozialraum etc.
Große Spielhäuser aus Pappe
Können bemalt, beklebt und gestaltet werden durch Kinder und Jugendliche z.B. unter dem Motto „Unser Jugendhaus".
Mögliche Dienstleister*innen
Necessaires gestalten
Bemalen und gestalten (Necessaire = Beutel zum Aufbewahren wichtiger Dinge – und wichtig = OKJA).
Mögliche Dienstleister*innen
- Brandible
- buttinette
- Amazon / Tedi
Eine Einrichtung aus Bausteinen bauen
Mit einem Bausatz können Kinder und Jugendliche eine Jugendeinrichtung bauen. Diese kann individuell gestaltet werden.
Mögliche Dienstleister*innen
- LEGO
- Hiume Klemmbausteine
Buttons
Messages als vorbereitete Vorlagen zum Bemalen oder Beschriften gestalten.
Mögliche Dienstleister*innen
Stoffbeutel gestalten
Stoffbeutel bemalen oder bedrucken mit unterschiedlichen Techniken (Siebdruck, Linoldruck, Kartoffeldruck etc.) mit Statements.
Mögliche Dienstleister*innen
- Buttinette oder andere
T-Shirts bemalen/bedrucken
Kampagnenshirts herstellen / Shirts mit Messages.
Mögliche Dienstleister*innen
- Buttinette oder andere
Gesellschaftspuzzle
Ein riesiges Puzzle aus Pappe. Jedes Puzzleteil steht für einen Bereich: Demokratie, Bildung, Inklusion, Kultur, Ehrenamt, Gesundheit, OKJA. Ein großes Teil heißt: Offene Kinder- und Jugendarbeit. Wird dieses Teil entfernt, bleibt eine sichtbare Lücke.
Mögliche Dienstleister*innen
- VBS
Graffiti-/Schriftbanner
Gemeinsam Banner mit Message gestalten, das zu verschiedenen Gelegenheiten genutzt werden kann.
Mögliche Dienstleister*innen
- Künstlerbedarf
Kreativwerkstatt
Perlen, Sticker, Siebdruck etc.
Mögliche Dienstleister*innen
- Buttinette
- VBS
Ausmalbilder zur OKJA-Kampagne
Ausmalbilder zur OKJA-Kampagne „wirksam und unverzichtbar" – zum Download auf der Aktionshomepage der AGOT-NRW.
Fotobox/Fotostation
Fotos von sich machen lassen mit vorbereiteten Statements (z.B. auf Schilder, die hochgehalten werden), die anschließend auf Social Media mit Hashtag gepostet werden können.
Kommunen-Check
Übersichtskarte mit Orten für junge Menschen zur Sichtbarmachung: Was haben wir vor Ort? Was fehlt? Was würde fehlen, wenn OKJA weg wäre?
Sofa-, Lounge- und Snackbereich aufbauen
Gemütliche Atmosphäre für Austausch und informelle Gespräche schaffen – auch an ungewöhnlichen Orten im öffentlichen Raum. Zusätzliche Botschaft „OKJA als zweites Zuhause" zum Wohlfühlen.
„Was wäre ohne OKJA?"
Installation im öffentlichen Raum oder der Jugendeinrichtung z.B. mit Absperrband, leeren Stühlen oder Ähnlichem.
„Zukunft braucht Fundamente"
Große Bausteine aus Karton, beschriftet mit Worten z.B. Demokratie, Teilhabe, Integration, Bildung, Prävention, Gesundheit.
So geht's
- 1Gemeinsam wird aus den Bausteinen ein Turm gebaut.
- 2Danach einen Baustein symbolisch entfernen – der Turm wird instabil.
- 3Botschaft: „Wer an Jugend kürzt, gefährdet das Fundament unserer Gesellschaft."
Zukunftsauftrag für NRW
Unsere Impulse zur Landtagswahl 2027
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein unverzichtbarer Teil der sozialen Infrastruktur Nordrhein-Westfalens. Wer junge Menschen, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will, muss die OKJA stärken. Sie schafft Räume, in denen junge Menschen freiwillig, selbstbestimmt und in Beziehung zu anderen ihre Interessen entdecken, ihre Persönlichkeit entwickeln und demokratische Erfahrungen sammeln können. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche, wachsender sozialer Ungleichheit, digitaler Transformation und zunehmender demokratiefeindlicher Tendenzen braucht es diese offenen Räume mehr denn je. OKJA wirkt dort, wo junge Menschen miteinander leben und sich orientieren — im Sozialraum, im Alltag und in ihrer Lebenswelt.
Dieses Papier bündelt zentrale Positionen, politische Forderungen und strategische Argumentationslinien zur Stärkung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW. Es richtet sich an politische Entscheiderinnen, Fachkräfte und Träger und soll dazu beitragen, die Bedeutung der OKJA für Bildung, Beteiligung, Schutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt klar sichtbar zu machen und politisch wirksam zu verankern.
OKJA dauerhaft sichern – gemeinsam Verantwortung für starke Strukturen der OKJA tragen
Die Hauptverantwortung für die Finanzierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit liegt bei den Kommunen. Gleichzeitig verfügen viele Städte und Gemeinden – insbesondere finanzschwache Kommunen – nicht über die notwendigen finanziellen Spielräume, um sowohl den laufenden Betrieb als auch den dringend erforderlichen Erhalt und die Modernisierung der Einrichtungen dauerhaft sicherzustellen. Zahlreiche Häuser weisen einen erheblichen Sanierungs-, Modernisierungs- und Barriereabbau-Bedarf auf. Damit Orte der Begegnung, Bildung, Beteiligung und Demokratiebildung für junge Menschen erhalten bleiben, braucht es eine verlässliche Partnerschaft zwischen Land und Kommunen. Das Land muss die kommunale Verantwortung durch dauerhaft wirksame Finanzierungs- und Investitionsinstrumente ergänzen, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu fördern, Planungssicherheit zu schaffen und die Offene Kinder- und Jugendarbeit zukunftsfest aufzustellen.
Deshalb fordern wir…
- Die dauerhafte Stärkung und Dynamisierung des Kinder- und Jugendförderplans des Landes NRW als verlässliches Instrument zur Sicherung von Struktur, Qualität und Innovation,
- Ein dauerhaftes Landesinvestitionsprogramm für Sanierung, Modernisierung, Digitalisierung, Klimaanpassung und Barrierefreiheit in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit,
- Gezielte Struktur- und Entlastungsprogramme für finanzschwache Kommunen, um gleichwertige Angebote für junge Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen sicherzustellen,
- Mehrjährige Förderperspektiven statt kurzfristiger Projektförderungen, damit Kommunen und Träger verlässlich planen und Fachkräfte langfristig binden können,
- Die ausdrückliche Öffnung zusätzlicher Landes- und Bundesinvestitionsprogramme für Einrichtungen der außerschulischen Jugendbildung und der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Wahlprogramm-Satzbaustein
Wir erhalten die Orte, an denen junge Menschen Gemeinschaft, Bildung und Beteiligung erleben. Deshalb stärken wir die kommunale Handlungsfähigkeit durch einen dauerhaft dynamisierten Kinder- und Jugendförderplan, gezielte Investitionsprogramme für die Infrastruktur der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und besondere Unterstützung finanzschwacher Kommunen.
Fachkräfte sichern und stärken
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit steht vor einer strukturellen Fachkräftekrise. Die bundesweite Befragung von Voigts und Hallmann zeigt: Unbesetzte Stellen, Fluktuation, befristete Beschäftigung und steigende Anforderungen gefährden die Verlässlichkeit, Reichweite und Qualität der Angebote unmittelbar. Wenn Einrichtungen Öffnungszeiten reduzieren oder pädagogische Beziehungen abbrechen, trifft das vor allem jene jungen Menschen, die auf stabile, freiwillige und niedrigschwellige Zugänge angewiesen sind. Investitionen in Fachkräfte der Jugendarbeit sind Investitionen in den Kinder- und Jugendschutz, die Demokratiebildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Gesundheitsförderung.
Deshalb fordern wir…
- Eine landesweite Fachkräfteoffensive für die Kinder- und Jugendarbeit.
- Verbesserte Rahmenbedingungen durch tarifliche Absicherung, Fortbildungsstrukturen und Fachberatung.
- Programme zur Gewinnung und Qualifizierung neuer Fachkräfte sowie zur Stärkung des Ehrenamts.
Wahlprogramm-Satzbaustein
Wir investieren in Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit und sichern Qualität durch gute Arbeitsbedingungen und nachhaltige Personalentwicklung.
Beteiligung und Demokratiebildung ausbauen
OKJA ist ein zentraler Ort gelebter Demokratie. Sie stellt Kinder- und Jugendliche als Expert*innen ihrer Lebenswelt in den Mittelpunkt. OKJA ermöglicht so jungen Menschen Verantwortung zu übernehmen, Mitbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe zu erleben, Konflikte auszuhandeln, Vielfalt kennenzulernen, Selbstwirksamkeit zu erfahren, – eine Schlüsselressource in Zeiten zunehmender Polarisierung, die demokratische Resilienz stärkt.
Deshalb fordern wir…
- Eine ressortübergreifende Strategie zur Kinder- und Jugendbeteiligung in allen Bereichen die Kinder und Jugendliche betreffen
- Den systematischen Ausbau von Beteiligungsmöglichkeiten und -formaten in der OKJA.
- Eine stärkere Anerkennung non-formaler politischer Bildung.
- Förderprogramme für demokratiestärkende Projekte im Alltag der Jugendarbeit.
Wahlprogramm-Satzbaustein
Wir stärken die Offene Kinder- und Jugendarbeit als zentralen Ort demokratischer Bildung und Beteiligung junger Menschen.
Eigenständigkeit der OKJA bewahren – ganzheitliche Bildung ermöglichen
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) ist ein eigenständiges professionelles Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe mit eigener Fachlichkeit, eigenen Zielen und eigenen Methoden. Sie ist weder ein ergänzendes Betreuungsangebot noch eine Verlängerung von Schule oder Offenem Ganztag, sondern ein besonderer Bildungs- und Beziehungsraum. OKJA ist einer der wenigen Orte, an denen junge Menschen freiwillig demokratische Erfahrungen machen, tragfähige Beziehungen aufbauen und Selbstwirksamkeit im Rahmen ganzheitlicher Bildungsprozesse erleben. Die pädagogische Arbeit wird von hauptamtlichen Fachkräften gemeinsam mit neben- und ehrenamtlich Engagierten gestaltet und eröffnet ganzheitliche Bildungsprozesse, die formale Bildungsangebote sinnvoll ergänzen, aber nicht ersetzen.
Der Ausbau des Ganztags stellt Schule, Jugendhilfe und Kommunen vor neue Anforderungen. Voraussetzung für die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe ist jedoch eine klare Rollen- und Aufgabenverteilung. Kooperationen können nur gelingen, wenn die Eigenlogik der Offenen Kinder- und Jugendarbeit respektiert wird und ihre Prinzipien – Freiwilligkeit, Offenheit, Partizipation und Sozialraumorientierung – auch im Ganztag erhalten bleiben. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbildung darf deshalb nicht zulasten der OKJA erfolgen oder sie auf Betreuungs-, Vertretungs- oder Randzeitenangebote reduzieren.
Deshalb fordern wir…
- Die Landesregierung sichert die Eigenständigkeit der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in allen Programmen, Erlassen und Förderstrukturen verbindlich ab. Kooperationen im Ganztag müssen die Fachlichkeit der OKJA respektieren, strukturell abgesichert sein und dürfen weder ihre Bildungsaufgabe noch ihre eigenständigen Angebote beeinträchtigen.
Wahlprogramm-Satzbaustein
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit wird als eigenständiger Bildungs- und Beziehungsort der Kinder- und Jugendhilfe dauerhaft gestärkt. Kooperationen mit Schule und Ganztag erfolgen auf Augenhöhe, wahren die Eigenständigkeit und Fachlichkeit der OKJA und sichern ihre freiwilligen, ganzheitlichen Bildungsangebote dauerhaft ab.
Vielfalt, Inklusion und Zugangsgerechtigkeit sichern
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit erreicht junge Menschen unabhängig von Herkunft, Bildung, sozialem Status oder aufenthaltsrechtlicher Lage. Gerade darin liegt ihre besondere Stärke: Sie ist ein offener, freiwilliger und niedrigschwelliger Ort, an dem Teilhabe als selbstverständlicher Anspruch junger Menschen ernst genommen wird und pädagogische Fachkräfte Macht reflektieren, teilen und Beteiligung aktiv eröffnen. Diese Stärke muss politisch gestützt und fachlich weiterentwickelt werden, damit OKJA auch künftig ein Raum bleibt, in dem sich alle jungen Menschen willkommen, gesehen und ernst genommen fühlen.
Deshalb fordern wir…
- Den Abbau struktureller Barrieren, die Zugänge erschweren, und eine konsequente Weiterentwicklung inklusiver Rahmenbedingungen.
- Die gezielte Stärkung benachteiligter Sozialräume, damit dort, wo Unterstützungsbedarf besonders hoch ist, verlässliche Angebote bestehen bleiben.
- Eine diversitätssensible, diskriminierungskritische und adultismuskritische Praxis als fachlichen Standard der OKJA.
Wahlprogramm-Satzbaustein
Wir stärken die Offene Kinder- und Jugendarbeit als inklusiven Ort für alle jungen Menschen und fördern Chancengerechtigkeit im Sozialraum.
Digitale Lebenswelten gestalten
Digitale Räume sind zentrale Lebensorte junger Menschen. OKJA muss in die Lage versetzt werden, diese aktiv pädagogisch zu begleiten und zu gestalten.
Deshalb fordern wir…
- Eine nachhaltige digitale Infrastruktur für Einrichtungen der OKJA.
- Qualifizierung von Fachkräften im Bereich Medienpädagogik.
- Förderprogramme für digitale und hybride Angebotsformate.
Wahlprogramm-Satzbaustein
Wir stärken die Offene Kinder- und Jugendarbeit als Akteurin in digitalen Lebenswelten und fördern Medienbildung nachhaltig.
Psychische Gesundheit und das Recht auf Gewaltfreiheit junger Menschen stärken
Psychische Belastungen junger Menschen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Gleichzeitig erleben viele Kinder und Jugendliche unterschiedliche Formen von Gewalt – körperlich, psychisch, sexualisiert oder digital. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) bietet jungen Menschen niedrigschwellige, freiwillige und vertrauensvolle Orte, an denen sie Beziehungen aufbauen, Zugehörigkeit erleben und Unterstützung finden können. Gerade weil die Teilnahme freiwillig ist und keine Leistungsbewertung erfolgt, entstehen in der OKJA häufig tragfähige Beziehungen, die es jungen Menschen ermöglichen, Belastungen anzusprechen und frühzeitig Hilfe anzunehmen.
Die Fachkräfte der OKJA leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Resilienz sowie zum Schutz vor Gewalt. Sie schaffen sichere Räume, fördern soziale Kompetenzen, Konfliktfähigkeit und Selbstwirksamkeit und begleiten junge Menschen bei der Bewältigung persönlicher Krisen. Im Rahmen ihres Schutzauftrags nach dem SGB VIII erkennen sie Gefährdungslagen frühzeitig, vermitteln bei Bedarf in weiterführende Hilfesysteme und arbeiten eng mit anderen Akteur*innen der Kinder- und Jugendhilfe zusammen. Die OKJA ersetzt dabei keine therapeutischen oder spezialisierten Hilfen, sie ist jedoch häufig der erste Ort, an dem junge Menschen Vertrauen fassen und Unterstützung erhalten.
Um diese wichtige Funktion dauerhaft wahrnehmen zu können, braucht die OKJA verlässliche Rahmenbedingungen, ausreichend qualifizierte Fachkräfte sowie eine landesweite Stärkung von Prävention, Kinderschutz und psychischer Gesundheit als Querschnittsaufgabe der Kinder- und Jugendhilfe.
Deshalb fordern wir…
- Die Finanzierung der OKJA wird so ausgestaltet, dass ausreichend Zeit für Beziehungsarbeit, Prävention, Krisenbegleitung und Kooperation mit Beratungs- und Hilfesystemen zur Verfügung steht.
- Fachkräfte der OKJA erhalten einen flächendeckenden Zugang zu Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen psychische Gesundheit, Trauma, Gewaltprävention, Kinderschutz und Krisenintervention.
- OKJA wird bei der Weiterentwicklung Kommunale Präventions- und Kinderschutznetzwerke mitgedacht, um jungen Menschen schnelle und niedrigschwellige Unterstützungswege zu eröffnen.
- Das Recht junger Menschen auf ein gewaltfreies Aufwachsen wird durch den Ausbau niedrigschwelliger Schutz-, Beratungs- und Beteiligungsangebote konsequent umgesetzt.
Wahlprogramm-Satzbaustein
Wir stärken die Offene Kinder- und Jugendarbeit als verlässlichen Bildungs-, Schutz- und Beziehungsort für junge Menschen. Durch ausreichende Finanzierung, qualifizierte Fachkräfte und verbindliche Präventions- und Kinderschutzstrukturen fördern wir psychische Gesundheit, stärken Resilienz und setzen das Recht aller jungen Menschen auf ein gewaltfreies Aufwachsen konsequent um.